LeistungenVirtualisierung
Infrastruktur & Server

Mehr Leistung aus vorhandener Hardware

Weniger physische Server, weniger Ausfallzeiten, bessere Ressourcennutzung. Wir planen und migrieren Ihren Virtualisierungs-Stack — auf Open-Source-Technologie, die Sie selbst betreiben können.

Warum Virtualisierung für KMU sinnvoll ist

Viele mittelständische Unternehmen betreiben einen Server pro Anwendung — Dateiserver, Mailserver, ERP, Backup. Das Ergebnis: ineffiziente Hardware-Auslastung, hohe Betriebskosten und ein Ausfall pro physischem Gerät zieht den gesamten Dienst mit runter.

Virtualisierung konsolidiert Ihre Infrastruktur auf weniger Hardware, isoliert Dienste sauber voneinander und ermöglicht Snapshots, Live-Migration und schnelle Wiederherstellung — ohne Investition in teure Enterprise-Lizenzen.

Leistungsumfang

  • Planung & Dimensionierung des Virtualisierungs-Stacks
  • Installation & Grundkonfiguration (Proxmox oder alternativer Stack)
  • Migration bestehender Server (Physical-to-Virtual / P2V)
  • Cluster-Setup für High Availability (HA) und Live-Migration
  • Storage-Konzept: lokaler Storage, NFS, Ceph oder iSCSI
  • Backup-Strategie & automatisierte VM-Backups
  • Netzwerk-Konfiguration (VLANs, Bridges, Firewall auf Host-Ebene)
  • Übergabe, Admin-Schulung & vollständige Dokumentation
KriteriumVirtualisiertBare Metal (je Server)
AusfallsicherheitLive-Migration, HATotalausfall bei HW-Fehler
Hardware-Auslastung60–90 %Typisch 10–30 %
WiederherstellungSnapshot in MinutenStunden bis Tage
SkalierungVM hinzufügenNeue Hardware nötig
EnergiekostenWeniger GeräteSteigt mit Serveranzahl

Typische Projektkosten

Einzel-Host Setupab 1.200 €

1 Node, bis 5 VMs, Backup-Konfiguration

Cluster mit HAab 2.800 €

3-Node-Cluster, Live-Migration, automatisches Failover

P2V-Migrationab 600 €

Pro physischem Server, inkl. Test & Dokumentation

Komplex (Ceph, Multi-Site)Anfrage

Verteilter Storage, mehrere Standorte, DR-Konzept

Angebot anfragen
Für einen Einstieg reicht oft vorhandene Server-Hardware, sofern sie ECC-RAM und genügend Kerne hat. Wir prüfen im Gespräch, ob und wie Ihre bestehende Hardware nutzbar ist — bevor Sie etwas kaufen.
Ja. Wir migrieren VMs aus VMware ESXi, Hyper-V und anderen Plattformen verlustfrei. Der Prozess wird getestet und dokumentiert, bevor die alten Systeme abgeschaltet werden.
Durch Netzwerk-Isolation auf VLAN-Ebene und Firewall-Regeln zwischen VMs sind die Dienste stärker isoliert als auf vielen Bare-Metal-Setups. Ein Cluster mit HA eliminiert den Single Point of Failure. Wir besprechen das Risikoprofil transparent im Projektgespräch.
Nach der Übergabe administrieren Sie das System selbst — wir schulen Ihren Admin und liefern vollständige Dokumentation. Optional bieten wir Wartung und Support auf Stundenbasis an.

Hypervisor-Vergleich: Proxmox, VMware, Hyper-V

Welcher Hypervisor passt zu Ihrer Infrastruktur? Ein sachlicher Vergleich ohne Herstellerwerbung.

KriteriumProxmox VEVMware ESXiMicrosoft Hyper-V
LizenzkostenKostenlos (Open-Source)Abo-Pflicht seit 2024In Windows Server enthalten
Web-InterfaceVollständig, integriertvCenter kostenpflichtigWindows Admin Center
Live-MigrationKVM-basiert, kostenlosvMotion (lizenzpflichtig)Live Migration (kostenlos)
Container-SupportLXC nativ integriertNur via externe ToolsKeine nativen Container
ZFS-StorageNativ unterstütztNicht unterstütztNicht unterstützt
CommunityGroße Open-Source-CommunityKommerziellMicrosoft-Support

Hinweis VMware 2024: Nach der Übernahme durch Broadcom wurden die VMware-Lizenzmodelle grundlegend geändert — Perpetual-Lizenzen sind weggefallen, Abo-Preise stark gestiegen. Für KMU ist ein Wechsel zu Proxmox VE in den meisten Fällen die wirtschaftlichste Alternative. Wir führen auch Migrationen von VMware zu Proxmox durch.

Hardware-Anforderungen für Virtualisierung

Diese CPU-Features müssen vorhanden (und im BIOS aktiviert) sein:

  • Intel VT-x / AMD-V — Hardware-Virtualisierung muss im BIOS aktiviert sein. Ohne diese Features laufen keine 64-Bit-Gäste.
  • ECC-RAM — Fehlerkorrektur-Speicher ist für produktive Server-Systeme und ZFS-Einsatz dringend empfohlen. Standard-DDR4/5 ohne ECC ist zulässig, aber nicht ratsam.
  • RAM-Overhead — Planen Sie 1–2 GB RAM pro laufender VM als Hypervisor-Overhead ein, zusätzlich zum RAM-Bedarf der VMs selbst.
SetupMindest-RAMStorage-Empfehlung
1 Host, 3–5 VMs32 GB ECC2× SSD (ZFS Mirror)
1 Host, 5–10 VMs64 GB ECC4× SSD (ZFS RAIDZ)
3-Node-Cluster HA3× 64 GB ECCCeph oder dedizierter NFS-Share

High Availability — wann sinnvoll?

High Availability (HA) bedeutet: Fällt ein physischer Host aus, starten die VMs automatisch auf einem anderen Host weiter — typischerweise in unter 60 Sekunden.

HA ist sinnvoll für Produktionssysteme, ERP-Anwendungen, VoIP-Server, Kassensysteme oder Dienste mit SLA-Anforderungen, bei denen jede Ausfallstunde Kosten verursacht.

HA ist nicht nötig für Test- und Entwicklungssysteme, interne Dienste ohne Echtzeit-Anforderungen oder wenn ein gutes Backup-Konzept ausreicht.

VM-Backup-Strategie

  • Snapshots — Sofortsicherung des VM-Zustands vor Updates oder Änderungen. Kein Backup-Ersatz: Snapshots liegen auf demselben Storage wie die VM.
  • Proxmox Backup Server (PBS) — Deduplizierte, inkrementelle VM-Backups auf separatem Storage. Open-Source, ohne Lizenzkosten, für KMU gut geeignet.
  • Replication — Asynchrone VM-Replikation auf einen zweiten Host für Disaster Recovery. Günstiger als HA, schützt vor physischem Host-Ausfall mit wenigen Minuten RTO.

Mehr aus Ihrer bestehenden Hardware herausholen

Im Erstgespräch klären wir, was Ihre aktuelle Infrastruktur hergibt — und was ein Virtualisierungs-Stack konkret für Sie bedeutet.